Unter einer Fahrt kam die Frage, welchen Scheinwerfer ich vorne fahre. Die Antwort stand bisher nirgends, jetzt schon: Velos hat einen Abschnitt zum Licht bekommen.
Kurz: Am Schönwetter-Velo reicht ein Canyon FLASH 800 in der Gear-Groove-Aufnahme, am Winter- und Regenvelo hängen zwei Sigma Aura 60 vorne. Einer allein ist mir zu dunkel, und auf der hellsten Stufe ist der Akku zu schnell leer — zwei auf mittlerer Stufe lösen beides. Hinten an beiden Velos dasselbe Sigma Nugget II.
Dazu zwei Erfahrungen, die man vorher nicht ahnt. Erstens: Die Halterung entscheidet, nicht die Lampe. Beide Rennvelos haben denselben Lenker, der Unterschied sitzt im Garmin-Mount — am SLX in der Ausführung, die unten eine Lampe fasst. Und ein Sigma Buster 400, das ich fürs Alltagsvelo gekauft habe und das deutlich besser wäre als die Aura 60, passt an keines von beiden: Die Schelle geht nur an runde Lenker.
Zweitens das Ravemen FR300 für 19 Franken. Es klemmt unter den Garmin-Mount, was elegant ist, aber mit 300 Lumen sieht man im Sihltal bei 40 km/h nichts, und es leuchtet mehr zur Seite als nach vorne. Allein in der Nacht unbrauchbar — zusammen mit einem richtigen Scheinwerfer deckt es dafür die Seiten ab und hat in dieser Rolle positiv überrascht.
Und ein Stolperstein beim Vergleichen: Die Zahl im Produktnamen meint nicht überall dasselbe. Beim Aura 60 sind es Lux, beim Canyon 800 und beim Ravemen 300 sind es Lumen. Die Werte lassen sich nicht gegeneinander rechnen.