Ein Zuschauer hat einen Fehler in meiner Kälte-Tabelle gefunden, und er hat recht.

Unter dem Video von heute Morgen schrieb Zurigo: „von 15-30 Grad kann man im gleichen Outfit fahren. Woher sollen dann die weiteren Leistungseinsparungen der Kleidung herkommen?"

Genau das ist der Punkt. Die Tabelle gab für jeden Temperaturschritt einen Mehrbedarf an, von 0 bis 30 Grad, nach einer einzigen Geraden. Wenn der Effekt aber von der Winterkleidung kommt, kann er oberhalb von 15 Grad nicht weiterlaufen — dort trage ich ohnehin kurz/kurz.

Nachgerechnet, je Temperaturbereich getrennt:

DatensatzFahrtenpro °C kälter95-%-Intervall
gleiches Outfit, 15–26 °C22−0.04 %[−0.60, +0.52]
unter 15 °C48+1.11 %[+0.69, +1.53]
15 °C und wärmer16−0.52 %[−1.47, +0.43]

Nur die mittlere Zeile hält. Oberhalb von 15 Grad liegt die Null mitten im Vertrauensintervall, und das auf beiden Velos.

Die Hauptaussage überlebt: Bei 0 Grad kostet es 18 Prozent mehr Watt für dasselbe Tempo. Nur wandert der Bezugspunkt von 20 auf 15 Grad, und der warme Teil der Tabelle verschwindet ersatzlos. Die −4 Prozent bei 25 Grad und −8 bei 30 waren reine Extrapolation.

Mit korrigiert habe ich eine zweite Angabe, die zu selbstbewusst war: Die „0.25 Prozent pro Grad aus der Luftdichte" sind eine theoretische Vorhersage, keine Messung. Mein Datensatz gibt −0.28 ± 0.18 her, womit 0.25 verträglich ist — aber null eben auch.

Die korrigierten Tabellen stehen auf Kleider.

Was ich daraus mitnehme: Wenn die Erklärung für einen Effekt an einer Schwelle hängt, darf das Modell keine durchgehende Gerade sein. Das hätte mir auffallen müssen, bevor es jemand im Kommentar tut.